Die Losungen


   Monday, 18. May 2026  

Psalm 115, 1

Nicht uns, Jahwe, nicht uns, / deinen Namen bringe zu Ehren! / Denn du bist gnädig und treu

Johannes 7, 18

18  Wer seine eigenen Ansichten vorträgt, dem geht es um seine eigene Ehre. Glaubwürdig ist jemand, dem es um die Ehre eines anderen geht, um die Ehre von dem, der ihn gesandt hat. Der hat keine falschen Absichten




Psalm 115

Gott allein gebührt die Ehre

 1  Nicht uns, Jahwe, nicht uns, / deinen Namen bringe zu Ehren! / Denn du bist gnädig und treu  2  Warum dürfen Heidenvölker sagen: / "Wo ist er denn, ihr Gott?"?  3  Unser Gott ist im Himmel, / und was er will, das macht er auch  4  Ihre Götzen sind ja nur Silber und Gold, / Werke, von Menschen gemacht  5  Sie haben Münder, die nicht reden, / Augen, die nicht sehen,  6  Ohren, die nicht hören, / und Nasen, die nicht riechen  7  Sie haben Hände, die nicht greifen, / und Füße, die nicht gehen. / Aus ihren Kehlen kommt kein Laut  8  Ihnen gleichen die, die sie machten, / jeder, der auf sie vertraut  9  Israel, vertraue du auf Jahwe! / Er ist dir Hilfe und schützender Schild  10  Ihr von Aarons Priesterschaft, vertraut auf Jahwe! / Er ist euch Hilfe und schützender Schild  11  Und alle, die ihr Jahwe ehrt, vertraut auf Jahwe! / Er ist euch Hilfe und schützender Schild  12  Jahwe denkt an uns und segnet uns. / Er wird segnen das Volk Israel / und segnen Aarons Priesterschaft  13  Jahwe wird jeden segnen, der ihn ehrt, / den Kleinen genauso wie den Großen  14  Jahwe möge euch mehren, / euch und eure Kinder  15  Ihr seid gesegnet von Jahwe, / der Himmel und Erde gemacht hat  16  Der Himmel gehört Jahwe, / aber die Erde hat er den Menschen anvertraut  17  Die Toten loben Jahwe nicht, / sie gingen ins Schweigen hinab  18  Doch wir, wir loben Jahwe / von jetzt an bis in Ewigkeit: Halleluja!

Johannes 7

Diskussionen im Tempel

 14  In der Mitte der Festwoche ging Jesus zum Tempel hinauf und begann dort das Volk zu unterrichten  15  Da wunderten sich die Juden: "Wie kommt es, dass er die Schriften so gut kennt? Er hat doch keinen Lehrer gehabt!"  16  Jesus ging gleich darauf ein und sagte: "Meine Lehre stammt nicht von mir. Ich habe sie von dem, der mich gesandt hat  17  Wer bereit ist, das zu tun, was Gott will, wird erkennen, ob meine Lehre von Gott ist oder ob ich sie mir selbst ausgedacht habe  18  Wer seine eigenen Ansichten vorträgt, dem geht es um seine eigene Ehre. Glaubwürdig ist jemand, dem es um die Ehre eines anderen geht, um die Ehre von dem, der ihn gesandt hat. Der hat keine falschen Absichten  19  Mose hat euch doch das Gesetz gegeben. Aber keiner von euch lebt danach, und mich wollt ihr sogar töten."  20  "Du bist ja besessen!", riefen die Zuhörer. "Wer will dich denn töten?"  21  Jesus gab ihnen zur Antwort: "Nur eine Sache habe ich am Sabbat getan, und ihr alle wundert euch immer noch darüber  22  Ihr beschneidet einen Menschen doch auch am Sabbat, wenn es sein muss, weil Mose euch die Beschneidung [22] vorgeschrieben hat. Tatsächlich geht sie aber schon auf unsere Stammväter zurück  23  Wenn ein Mensch also auch am Sabbat beschnitten wird, um das Gesetz des Mose nicht zu brechen, warum seid ihr dann so aufgebracht, weil ich einen ganzen Menschen am Sabbat gesund gemacht habe?  24  Urteilt nicht nach dem äußeren Eindruck, sondern so, wie es wirklich dem Gesetz entspricht."  25  Einige Jerusalemer sagten zueinander: "Ist das nicht der, den sie umbringen wollten?  26  Da lehrt er hier in aller Öffentlichkeit, und sie sagen kein Wort. Sollten unsere Oberen wirklich erkannt haben, dass er der Messias ist?  27  Doch den hier kennen wir ja und wissen, woher er ist. Wenn der Messias kommt, weiß aber niemand, woher er stammt."  28  Da rief Jesus, während er das Volk im Tempel unterwies: "Ja, ihr kennt mich und wisst, woher ich bin! Aber ich bin nicht aus eigenem Antrieb gekommen. Es gibt einen, der ganz wahrhaftig ist. Der hat mich gesandt, und den kennt ihr nicht!  29  Doch ich kenne ihn, weil ich von ihm bin. Er ist es, der mich gesandt hat."  30  Da wollten sie ihn festnehmen lassen. Doch keiner wagte es, Hand an ihn zu legen, weil seine Stunde noch nicht gekommen war  31  Viele in der Menge glaubten an ihn. Sie sagten zueinander: "Wird der Messias, wenn er kommt, wohl mehr Wunder tun, als dieser Mann sie getan hat?"  32  Als die Pharisäer dieses Gerede im Volk mitbekamen, sorgten sie dafür, dass die obersten Priester einige Männer von der Tempelwache losschickten, um Jesus verhaften zu lassen  33  Währenddessen sagte Jesus zu der Menschenmenge: "Ich werde nur noch kurze Zeit hier bei euch sein, dann gehe ich zu dem zurück, der mich gesandt hat  34  Ihr werdet mich suchen, aber nicht finden. Und wo ich dann bin, da könnt ihr nicht hinkommen."  35  "Wo will er denn hin?", fragten sich die Juden verständnislos. "Wo sollen wir ihn nicht finden können? Will er etwa zu den Juden ins Ausland gehen oder gar den Griechen seine Lehre bringen?  36  Was soll das heißen, wenn er sagt: 'Ihr werdet mich suchen, aber nicht finden' und: 'Wo ich bin, da könnt ihr nicht hinkommen'?"  37  Am letzten Tag, dem Höhepunkt des Festes, stellte sich Jesus vor die Menge hin und rief: "Wenn jemand Durst hat, soll er zu mir kommen und trinken!  38  Wenn jemand an mich glaubt, werden Ströme von lebendigem Wasser aus seinem Inneren fließen, so wie es die Schrift sagt." [38]  39  Er meinte damit den Geist, den die erhalten sollten, die an ihn glauben würden. Der Heilige Geist war ja noch nicht gekommen, weil Jesus noch nicht in Gottes Herrlichkeit zurückgekehrt war  40  Als sie das gehört hatten, sagten einige aus der Menge: "Das ist wirklich der Prophet, der kommen soll."  41  Manche sagten sogar: "Er ist der Messias!" - "Der Messias kommt doch nicht aus Galiläa!", entgegneten andere  42  "Hat die Schrift nicht gesagt, dass der Messias ein Nachkomme Davids sein und aus Bethlehem [42] kommen wird, dem Dorf, in dem David lebte?"  43  So kam es wegen Jesus zu einer Spaltung in der Menge  44  Einige wollten ihn verhaften lassen, aber keiner wagte es, ihn anzufassen  45  Als die Männer der Tempelwache zu den obersten Priestern und den Pharisäern zurückkamen, fragten diese: "Warum habt ihr ihn nicht hergebracht?"  46  "Noch nie haben wir einen Menschen so reden hören", erwiderten die Männer  47  "Hat er euch denn auch verführt?", herrschten die Pharisäer sie an  48  "Glaubt denn ein einziger von den oberen Priestern oder den Pharisäern an ihn?  49  Das macht doch nur dieses verfluchte Volk, das keine Ahnung vom Gesetz hat!"  50  Da sagte Nikodemus, der selbst ein Pharisäer war und Jesus einmal aufgesucht hatte:  51  "Verurteilt unser Gesetz denn einen Menschen, ohne dass man ihn vorher verhört und seine Schuld festgestellt hat?"  52  "Bist du etwa auch aus Galiläa?", gaben sie zurück. "Untersuch doch die Schriften, dann wirst du sehen, dass kein Prophet aus Galiläa kommen kann!"  53  Dann gingen sie alle nach Hause. [53]


[22]: Beschneidung. Siehe 1. Mose 17,9-14!
[38]: wie es die Schrift sagt. Jesus bezieht sich hier offenbar auf mehrere Stellen im Alten Testament, wie z.B. Jesaja 58,11 und Sacharja 14,8.
[42]: Bethlehem liegt 7 km südlich von Jerusalem. Es war schon im Alten Testament eine ummauerte Stadt, zur Zeit des Herrn aber so sehr heruntergekommen, dass Johannes es hier als Dorf bezeichnet.
[53]: Der Abschnitt von Kapitel 7,53 bis 8,11 fehlt in den ältesten uns erhaltenen Handschriften. Der Text ist jedoch mit großer Wahrscheinlichkeit authentisch, da er schon von den frühen Christen als apostolisch anerkannt wurde.










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