Die Losungen


   Wednesday, 20. May 2026  

Psalm 89, 2

Immer will ich die Gnade besingen, die Jahwe uns erwiesen hat, / und den nach uns Kommenden verkündigen wie treu du bist!

Markus 16, 20

20  Sie aber gingen überall hin und predigten die gute Botschaft. Der Herr wirkte durch sie und bestätigte ihr Wort durch wunderbare Zeichen.




Psalm 89

Hat Gott das Haus Davids verworfen?

 1  Ein Lehrgedicht von Etan, dem Esrachiter  2  Immer will ich die Gnade besingen, die Jahwe uns erwiesen hat, / und den nach uns Kommenden verkündigen wie treu du bist!  3  Ja, ich bekenne: "Die Gnade ist auf Dauer gebaut, / deine Treue steht im Himmel fest!"  4  Ich schloss einen Bund mit meinem Erwählten / und schwor meinem Diener David:  5  "Deine Nachkommenschaft wird ewig bestehen; / für immer hat dein Königshaus Bestand!" //  6  Die Himmel preisen deine Wunder, Jahwe, / deine Treue die versammelten Engel. [6]  7  Wer über den Wolken ist so wie Jahwe, / welches himmlische Wesen gleicht ihm?  8  Gott ist gefürchtet im himmlischen Rat; / Ehrfurcht packt alle, die rings um ihn sind  9  Jahwe, allmächtiger Gott, wer ist wie du? / Mächtig bist du, Jahwe, und die Treue in Person  10  Du beherrschst das Ungestüm des Meeres, / wenn seine Wogen toben, glättest du sie  11  Du hast Ägypten durchbohrt und zertreten, / mit starkem Arm deine Feinde zerstreut  12  Dein ist der Himmel und dein auch die Erde. / Du erschufst die Welt und was sie erfüllt  13  Norden und Süden hast du gemacht, / Tabor [13] und Hermon [13] jubeln dir zu  14  Dein ist der Arm mit gewaltiger Kraft, / dein die siegreich erhobene Hand  15  Gerechtigkeit und Recht gründen deinen Thron, / Gnade und Wahrheit sind die Boten vor dir  16  Wie glücklich ist das Volk, das den Festjubel kennt! / Sie leben im Licht deiner Nähe, Jahwe  17  In deinem Namen freuen sie sich jeden Tag, / an deiner Gerechtigkeit richten sie sich auf  18  Denn der Ruhm ihrer Stärke bist du, / und deine Gnade vermehrt unsere Kraft  19  unser schützender Schild gehört Jahwe, / unser König dem Heiligen des Volkes Israel  20  Damals sprachst du in einer Vision zu denen, die dich lieben: / "Einen Helden habe ich zum Helfer gemacht, / einen Erwählten erhöht aus dem Volk  21  Ich habe meinen Diener David gefunden / und ihn mit dem heiligen Öl zum König gesalbt  22  Ich begleite ihn mit starker Hand / und mein Arm verleiht ihm die nötige Kraft  23  Kein Feind soll ihn überlisten, / kein Gottloser setzt ihn herab  24  Seine Gegner zerschlag ich vor ihm, / und die ihn hassen, mache ich klein  25  Meine Treue und Gnade sollen mit ihm sein, / und durch meinen Namen wächst seine Macht  26  Seine Herrschaft breite ich aus bis zum Meer, / bis zu den Strömen seine Gewalt  27  Er wird zu mir sagen: 'Du bist mein Vater, / mein Gott, mein rettender Fels!'  28  Ich mache ihn zum erstgeborenen Sohn, / zum größten aller Könige der Erde  29  Meine Gnade will ich ihm ewig bewahren, / ich stehe zu meinem Bund mit ihm  30  Sein Königsgeschlecht will ich für immer erhalten; / sein Thron wird bleiben, solange der Himmel besteht  31  Wenn seine Söhne meine Weisung verlassen / und nicht nach meinen Ordnungen leben,  32  wenn sie meine Gesetze entweihen / und meine Gebote nicht halten,  33  dann bestrafe ich ihr Vergehen mit dem Stock, / ihre Ungerechtigkeit mit Schlägen  34  Aber meine Gnade entziehe ich ihm nicht, / und meine Treue verleugne ich nicht  35  Ich werde meinen Bund nicht entweihen, / und meine Worte ändere ich nicht ab  36  Einmal schwor ich bei meiner Heiligkeit: / 'Ich werde David niemals belügen  37  Sein Königsgeschlecht soll ewig bestehen, / sein Thron, solange es die Sonne gibt  38  Er stehe ewig fest wie der Mond.' / Denn dieser Zeuge in den Wolken ist treu."//  39  Und doch hast du verstoßen und verschmäht; / du wurdest zornig auf deinen Gesalbten,  40  hast den Bund mit deinem Diener gelöst, / seine Krone im Schmutz entweiht  41  Seine Mauern hast du durchbrochen, / seine Burgen in Trümmer gelegt  42  Alle, die vorbeikommen, plündern ihn aus. / Den Nachbarn dient er zum Gespött  43  Seinen Gegnern gabst du den Sieg, / alle seine Feinde hast du erfreut  44  Sein Schwert hast du stumpf werden lassen, / hast ihn im Kampf nicht unterstützt  45  Seinem Glanz hast du ein Ende gemacht, / seinen Thron zu Boden gestürzt  46  Du hast ihn vorzeitig alt werden lassen, / mit Schimpf und Schande ihn bedeckt. //  47  Wie lange noch willst du dich verbergen, Jahwe, / lodert wie Feuer dein Zorn?  48  Denk doch daran, wie kurz mein Leben ist, / zu welcher Nichtigkeit du die Menschen erschufst!  49  Wo ist der Mann, der unsterblich ist, / der sein Leben aus der Macht des Todes befreit? //  50  Herr, wo sind deine früheren Gnadenerweise, / die du David bei deiner Treue geschworen hast?  51  Herr, denk doch daran, wie man deine Diener beschimpft, / wie ich es von den vielen Völkern ertrage,  52  wie deine Feinde höhnen, Jahwe, / wie sie alles verlachen, was dein Gesalbter unternimmt  53  Gelobt sei Jahwe für immer! Amen [53] , ja, amen!




Viertes Buch:


[6]: Engel. Wörtlich: der Heiligen. Gemeint ist auf jeden Fall eine himmlische Versammlung. Siehe Psalm 82,1.
[13]: Tabor. Kegelförmiger Berg, 8 km östlich von dem späteren Nazaret gelegen, 588 m über NN.
Hermon. Drei fast gleich hohe (über 2800 m) schneebedeckte Gipfel in Nordgaliläa.

[53]: Amen. Hebräisch: Es werde wahr! Oder: So sei es!

Markus 16

Die Auferstehung

 1  Am nächsten Abend, als der Sabbat vorüber war, kauften Maria aus Magdala, Salome und Maria, die Mutter von Jakobus, wohlriechende Öle, um zum Grab zu gehen und den Leichnam von Jesus zu salben  2  Sehr früh am Sonntagmorgen machten sie sich auf den Weg zum Grab. Die Sonne war gerade aufgegangen, als sie dort ankamen  3  Unterwegs hatten sie sich noch gefragt: "Wer wird uns den Stein vom Eingang des Grabes wegwälzen?"  4  Doch als sie jetzt hinblickten, sahen sie, dass der riesige Stein zur Seite gewälzt war  5  Sie gingen in die Grabkammer hinein und erschraken sehr, als sie auf der rechten Seite einen jungen Mann in weißem Gewand sitzen sahen  6  Der sprach sie gleich an und sagte: "Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesus von Nazaret, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier. Seht, das ist die Stelle, wo sie ihn hingelegt hatten  7  Und nun geht zu seinen Jüngern und sagt ihnen und dem Petrus: 'Er geht euch nach Galiläa voraus. Dort werdet ihr ihn sehen, wie er es euch angekündigt hat.'"  8  Zitternd vor Furcht und Entsetzen stürzten die Frauen aus der Gruft und liefen davon. Sie hatten solche Angst, dass sie mit niemand darüber redeten. [8]  9  Nach seiner Auferstehung am frühen Sonntagmorgen erschien Jesus zuerst der Maria aus Magdala, aus der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte  10  Sie ging zu den Jüngern, die um ihn trauerten und weinten, und berichtete ihnen,  11  dass Jesus lebe und sie ihn gesehen habe. Doch sie glaubten ihr nicht  12  Danach zeigte sich Jesus in anderer Gestalt zwei von ihnen, die zu einem Ort auf dem Land unterwegs waren  13  Sie kehrten gleich zurück und berichteten es den anderen. Doch auch ihnen glaubten sie nicht  14  Schließlich zeigte sich Jesus den elf Jüngern selbst, als sie beim Essen waren. Er rügte ihren Unglauben und Starrsinn, weil sie denen nicht hatten glauben wollen, die ihn als Auferstandenen gesehen hatten  15  Dann sagte er zu ihnen: "Geht hinaus in die ganze Welt und macht die Freudenbotschaft Gottes allen Menschen bekannt  16  Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet werden. Wer aber ungläubig bleibt, wird von Gott verurteilt werden  17  Folgende Zeichen werden die begleiten, die glauben: Sie werden in meinem Namen Dämonen austreiben, sie werden in neuen Sprachen reden,  18  wenn sie Schlangen anfassen oder etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nichts schaden, Kranken, denen sie die Hände auflegen, wird es gut gehen."  19  Nachdem der Herr mit ihnen gesprochen hatte, wurde er in den Himmel aufgenommen und setzte sich an die rechte Seite Gottes  20  Sie aber gingen überall hin und predigten die gute Botschaft. Der Herr wirkte durch sie und bestätigte ihr Wort durch wunderbare Zeichen.

[8]: Hier bricht das Markus-Evangelium nach den ältesten und besten Textzeugen ab. Die Verse 9-20 sind jedoch schon sehr früh entstanden und wurden schon in der 1. Hälfte des 2. Jahrhunderts von den Christen einmütig als kanonisch anerkannt. Das spricht stark für eine apostolische Herkunft. In einigen Handschriften findet sich jedoch auch ein kürzerer Schluss des Evangeliums. Er lautet: "Schließlich berichteten sie Petrus und den anderen Jüngern alles, was ihnen aufgetragen war. Später beauftragte Jesus seine Jünger selbst, überall in der Welt die heilige und unvergängliche Botschaft von der Erlösung weiterzusagen."










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