Die Losungen


   Monday, 02. November 2026  

Psalm 7, 9

9  Jahwe wird die Völker richten. / Verschaffe mir Recht, Jahwe, / denn ich bin doch im Recht! / Du weißt, dass ich aufrichtig bin

Apostelgeschichte 17, 31

31  Er hat nämlich einen Tag festgesetzt, an dem er über die ganze Menschheit Gericht halten und ein gerechtes Urteil sprechen wird. Und zum Richter hat er einen Mann bestimmt, den er für die ganze Welt dadurch beglaubigte, dass er ihn von den Toten auferweckt hat."




Psalm 7

Gott sorgt für Gerechtigkeit

 1  Lied in freien Rhythmen von David. Er sang es Jahwe, als Kusch [1] , ein Mann aus Benjamin, ihn beschuldigte  2  Jahwe, mein Gott, bei dir suche ich Schutz; / rette mich vor allen, die mich hetzen, und befreie mich,  3  dass niemand wie ein Löwe mein Leben zerreißt, / dass er mich packt und keiner da ist, der hilft!  4  Jahwe, mein Gott, wenn ich es getan habe, / wenn Unrecht an meinen Händen klebt,  5  wenn ich friedfertigen Menschen Böses antat, / wenn ich die beraubte, die mich jetzt grundlos verklagen,  6  dann soll mein Feind mich verfolgen und packen, / dann richte er mein Leben zugrunde / und trete meine Ehre in den Dreck! //  7  Steh auf in deinem Zorn, Jahwe! / Stell dich gegen die Wut meiner Bedränger! / Greif ein und stelle das Recht wieder her!  8  Versammle die Völker um dich zum Gericht / und kehre dann in die Höhe zurück!  9  Jahwe wird die Völker richten. / Verschaffe mir Recht, Jahwe, / denn ich bin doch im Recht! / Du weißt, dass ich aufrichtig bin  10  Lass die Bosheit der Boshaften enden, / und gib dem Gerechten Bestand, / gerechter Gott, der Herz und Nieren prüft!  11  Gott ist mein Schild über mir. / Er rettet die, die aufrichtig sind  12  Gott ist ein gerechter Richter, / ein Gott, der täglich bestraft  13  Schon schärft er sein Schwert, / spannt seinen Bogen und zielt  14  Seine tödlichen Waffen liegen bereit, / die Brandpfeile brennen  15  Wer Böses im Sinn hat, / geht schwanger mit Unheil / und bringt nichts als Falschheit zur Welt  16  Er gräbt eine Grube, schaufelt tief / und fällt dann selbst hinein  17  Seine Bosheit kommt zu ihm zurück / und fällt ihm selbst auf den Kopf  18  Ich preise Jahwe für sein gerechtes Tun. / Ich besinge den Namen des Höchsten, den Namen Jahwe!


[1]: Kusch. Vermutlich war das einer der Begleiter Sauls, die in 1. Samuel 24,10 erwähnt werden.

Apostelgeschichte 17

In Athen

 16  Während Paulus nun in Athen auf die beiden wartete, stellte er fest, dass die Stadt voll von Götzenbildern war. Das empörte und erschütterte ihn im Innersten  17  So redete er mit den Juden und den griechischen Gottesfürchtigen in der Synagoge und diskutierte jeden Tag auf dem Markt mit denen, die er dort antraf  18  Dabei wurde er auch von epikureischen [18] und stoischen [18] Philosophen angegriffen. Einige von ihnen sagten: "Was will dieser komische Vogel [18] eigentlich?" Andere meinten: "Er scheint Propaganda für fremde Götter zu machen." Das sagten sie, weil Paulus das Evangelium von Jesus und der Auferstehung verkündigte  19  Schließlich nahmen sie ihn mit auf den Areopag [19] . "Wir wollen erfahren", sagten sie, "was das für eine neue Lehre ist, die du da vorträgst  20  Denn du bringst etwas Fremdes vor unsere Ohren, und wir möchten wissen, worum es dabei geht."  21  Die Athener nämlich und alle Fremden in der Stadt hatten für nichts so viel übrig, als Neuigkeiten zu erzählen oder zu hören  22  Da stellte sich Paulus mitten auf den Areopag und begann: "Ihr Männer von Athen, nach allem, was ich sehe, seid ihr außergewöhnlich religiöse Leute  23  Denn als ich durch die Straßen ging und eure Heiligtümer betrachtete, stieß ich auf einen Altar mit der Inschrift: 'Dem unbekannten Gott'. Diese Gottheit, die ihr ohne zu kennen verehrt, verkündige ich euch  24  Meine Botschaft handelt von dem Gott, der die Welt geschaffen hat und alles, was dazu gehört. Als Herr von Himmel und Erde wohnt er natürlich nicht in Tempeln, die Menschen gebaut haben  25  Er braucht auch keine Bedienung von Menschen, so als ob er noch etwas nötig hätte. Denn er ist es ja, der uns das Leben und die Luft zum Atmen und überhaupt alles gibt  26  Aus einem einzigen Menschen hat er alle Völker hervorgehen lassen. Er wollte, dass sie die Erde bewohnen, er bestimmte die Zeit ihres Bestehens und die Grenzen ihres Gebietes  27  Er wollte, dass sie nach ihm fragen, dass sie sich bemühen, ihn irgendwie zu finden, obwohl er keinem von uns wirklich fern ist  28  Denn 'durch ihn leben wir, bestehen wir und sind wir' [28] . Oder wie es einige eurer Dichter [28] ausgedrückt haben: 'Denn auch wir sind von seiner Art.'  29  Wenn wir nun von Gott abstammen, sollten wir nicht denken, das Göttliche sei so wie ein goldenes, silbernes oder steinernes Gebilde, das menschliche Erfindungskunst hervorgebracht hat  30  Gott hat zwar über die Unwissenheit vergangener Zeiten hinweggesehen, doch jetzt fordert er alle Menschen überall auf, ihre Einstellung zu ändern  31  Er hat nämlich einen Tag festgesetzt, an dem er über die ganze Menschheit Gericht halten und ein gerechtes Urteil sprechen wird. Und zum Richter hat er einen Mann bestimmt, den er für die ganze Welt dadurch beglaubigte, dass er ihn von den Toten auferweckt hat."  32  Als sie von einer Auferstehung der Toten hörten, lachten ihn einige der Zuhörer aus. Andere aber sagten: "Darüber wollen wir später noch mehr von dir hören."  33  Als Paulus dann die Versammlung verließ,  34  schlossen sich ihm einige Leute an und kamen zum Glauben. Unter ihnen war Dionysius [34] , ein Mitglied des Gerichts auf dem Areopag, eine Frau namens Damaris und noch einige andere.


[18]: Epikureer. Schüler des Epikur (341-270 v.Chr.), dessen ethisches System Freude und Ausgeglichenheit zum Lebensziel erklärte und dessen Götter sich nicht um menschliche Angelegenheiten kümmern würden.
Stoiker. Schüler des Zenon von Kition (334-263 v.Chr.), die ihren Namen von ihrem Versammlungsort, der Stoa ableiteten. Sie lehrten, dass ein pantheistisch gedachter Gott die Seele des Kosmos sei. Die Menschen sollten in Harmonie mit der Natur leben, ihre eigene Unabhängigkeit erkennen und jede Leidenschaft unterdrücken.
komischer Vogel. Wörtlich: Körnerpicker, d.h. einer der herumliegende Brocken sammelt, Schwätzer.

[19]: Areopag. Ein dem griechischen Kriegsgott Ares geweihter Hügel in der Stadt, westlich der Akropolis, auf dem seit alter Zeit Recht gesprochen wurde. Dort tagte die höchste politische und richterliche Instanz des römischen Athen.
[28]: Das klingt an ein Zitat des kretischen Dichters Epimenides (6. Jh. v.Chr.) an, der auch in Athen wirkte.
Gemeint sind der stoische Dichter Aratus aus Soloni in Zilizien, der Heimat des Paulus (3. Jh. v.Chr.), und Kleanthes aus Assos in Kleinasien (304-233 v.Chr.), die es ursprünglich auf Zeus oder einen Logos bezogen.

[34]: Dionysius. Er gehörte dem Gerichtshof über Religion und Erziehung an und wurde später der führende Älteste der Gemeinde Athen.










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