Die Losungen


   Saturday, 07. November 2026  

Psalm 104, 4

4  Du hast die Winde zu deinen Boten erwählt, / loderndes Feuer zu deinen Gehilfen gemacht. [4]

Matthäus 28, 2

2  Plötzlich gab es ein starkes Erdbeben. Ein Engel des Herrn war vom Himmel gekommen und zum Grab getreten. Er wälzte den Stein weg und setzte sich darauf




Psalm 104

Lob des Schöpfers

 1  Auf, meine Seele, preise Jahwe! / Jahwe, mein Gott, du bist sehr groß, / bekleidet mit Hoheit und Pracht  2  Das Licht umgibt dich wie ein Gewand, / den Himmel spannst du wie ein Zeltdach aus  3  und baust deine Kammern über dem Wasser dort auf. / Du machst die Wolken zu deinem Wagen / und schwebst auf den Schwingen des Sturms  4  Du hast die Winde zu deinen Boten erwählt, / loderndes Feuer zu deinen Gehilfen gemacht. [4]  5  Er gab der Erde ein festes Fundament, / dass sie durch nichts mehr zu erschüttern ist  6  Die Flut bedeckte sie wie ein Kleid, / das Wasser stand über den Bergen  7  Vor deiner Zurechtweisung musste es fliehen, / deine Donnerstimme trieb es fort  8  Da schoben sich die Berge auf und die Täler senkten sich / an den Ort, den du ihnen bestimmt hast  9  Du hast dem Wasser Grenzen gesetzt, die es nicht überschreitet. / Nicht noch einmal bedeckt es die Erde  10  Du lässt Quellen entspringen in Bäche; / zwischen den Bergen eilen sie hin  11  Wilde Tiere trinken daraus, / die Wildesel löschen da ihren Durst  12  An diesen Bächen wohnen die Vögel, / aus dichtem Laub ertönt ihr Gesang  13  Du tränkst die Berge aus himmlischen Kammern, / durch dein Wirken wird die Erde satt  14  Gras lässt du sprossen für das Vieh, / Pflanzen für den Acker des Menschen, / aus dem er Nahrung für sich schafft,  15  und Wein, der den Menschen erfreut, / Öl, mit dem er seinen Körper pflegt, / und Brot, mit dem er sich stärkt  16  Die Bäume Jahwes trinken sich satt, / die Zedern, die er pflanzte auf dem Libanon  17  Die Vögel bauen ihre Nester darin. / Auf den Zypressen [17] nistet der Storch  18  Die hohen Berge gehören dem Steinbock, / dem Klippdachs [18] bieten die Felsen Schutz  19  Er hat den Mond gemacht, der die Zeiten bestimmt, / die Sonne, die ihren Untergang kennt  20  Du lässt die Dunkelheit kommen, und es wird Nacht; / da regen sich alle Tiere im Wald  21  Die Junglöwen brüllen nach Beute, / sie fordern ihr Fressen von Gott  22  Geht die Sonne auf, ziehen sie sich zurück / und legen sich nieder in ihrem Versteck  23  Dann geht der Mensch an seine Arbeit / und tut bis zum Abend seine Pflicht  24  Wie zahlreich sind deine Werke, Jahwe! / Du hast sie alle mit Weisheit gemacht. / Von deinen Geschöpfen ist die Erde erfüllt  25  Da ist das Meer, groß und weit nach allen Seiten hin; / da wimmelt es von Leben, Groß und Klein und ohne Zahl  26  Da ziehen Schiffe ihre Bahn / und auch der ungeheure Leviatan, / den du erschufst, um mit ihm zu spielen  27  Alle deine Geschöpfe warten auf dich, / dass du ihnen Nahrung gibst zur richtigen Zeit  28  Du gibst ihnen, und sie sammeln sie ein. / Du öffnest deine Hand: Sie werden an guten Dingen satt  29  Du verbirgst dein Gesicht: Sie werden verstört. / Du entziehst ihren Atem: Sie sterben dahin / und kehren wieder zum Staub zurück  30  Du sendest deinen Lebensgeist: Sie werden geboren. / So erschaffst du der Erde ein neues Gesicht  31  Ewig bleibe Jahwes Herrlichkeit! / Er möge sich freuen an dem, was er schuf!  32  Blickt er die Erde an, so bebt sie; / berührt er die Berge, speien sie Rauch  33  Mein Leben lang will ich Jahwe besingen, / will meinem Gott spielen, solange ich bin  34  Möge ihm gefallen, was ich erdachte, / denn auch ich freue mich an ihm!  35  Mögen die Sünder von der Erde verschwinden / und die Gottlosen nicht mehr sein! / Auf, meine Seele, lobe Jahwe! / Halleluja! [35]





[4]: Wird im Neuen Testament zitiert: Hebräer 1,7
[17]: Zypressen. Schlanke, kegelförmige Nadelbäume, bis zu 50 m hoch.
[18]: Der Klippdachs oder Kapklippschliefer ist ein hasengroßes Säugetier und in Syrien, Israel und ganz Afrika heimisch.
[35]: Halleluja. Hebräischer Jubelruf, der nur in den Psalmen und der Offenbarung vorkommt. Hallelu = lobt; Jah = poetische Kurzform für Jahwe.

Matthäus 28

Das leere Grab

 1  Nach dem Sabbat, in der Morgendämmerung [1] des ersten Wochentags, machten sich die Maria aus Magdala und die andere Maria auf den Weg, um nach dem Grab zu sehen  2  Plötzlich gab es ein starkes Erdbeben. Ein Engel des Herrn war vom Himmel gekommen und zum Grab getreten. Er wälzte den Stein weg und setzte sich darauf  3  Seine Gestalt flammte wie ein Blitz, und sein Gewand war weiß wie Schnee  4  Da zitterten und bebten die Wächter vor Angst und fielen wie tot zu Boden  5  Aber zu den Frauen sagte der Engel: "Ihr müsst nicht erschrecken! Ich weiß, ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten  6  Er ist nicht hier, er ist auferstanden, wie er es gesagt hat. Kommt her, und seht euch die Stelle an, wo er gelegen hat  7  Und nun geht schnell zu seinen Jüngern, und sagt ihnen, dass er von den Toten auferstanden ist. Er geht euch nach Galiläa voraus. Dort werdet ihr ihn sehen. Ihr könnt euch auf meine Worte verlassen!"  8  Erschrocken und doch voller Freude liefen die Frauen von der Gruft weg. Sie eilten zu den Jüngern, um ihnen alles zu berichten  9  Auf einmal kam Jesus ihnen entgegen. "Seid gegrüßt!", sagte er. Da liefen sie zu ihm hin, warfen sich nieder und umfassten seine Füße  10  "Habt keine Angst!", sagte Jesus zu ihnen. "Geht, und sagt meinen Brüdern, sie sollen nach Galiläa gehen! Dort werden sie mich sehen."  11  Während die Frauen noch auf dem Weg waren, kamen einige Soldaten von der Wache in die Stadt und berichteten den Hohen Priestern alles, was geschehen war

[1]: Die Dämmerung beginnt eine knappe Stunde vor Sonnenaufgang.










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