Die Losungen


   Saturday, 23. May 2026  

Hiob 37, 5

Gott donnert wunderbar mit seiner Stimme, / tut große Dinge, die man nicht versteht

Matthäus 5, 45

45  So erweist ihr euch als Kinder eures Vaters im Himmel. Denn er lässt seine Sonne über Böse und Gute aufgehen und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte




Hiob 37

 1  Ja, auch mein Herz zittert dabei / und fängt wild zu schlagen an  2  Hört doch das Toben seiner Stimme, / das Grollen, das aus seinem Mund kommt  3  Über der ganzen Welt lässt er es los, / sein Blitz fährt bis zum Ende der Erde  4  Hinter ihm her brüllt der Donner, / er donnert mit seiner erhabenen Stimme. / Er hält sie nicht zurück, wenn sein Donner hallt  5  Gott donnert wunderbar mit seiner Stimme, / tut große Dinge, die man nicht versteht  6  Er spricht zum Schnee: 'Fall nieder zur Erde!' / und zum Regenschwall: 'Werde zur Sturzflut!'  7  Er versiegelt [7] die Hand jedes Menschen, / dass die Menschen verspüren: Das ist sein Tun  8  Da gehen die Tiere in ihr Versteck / und bleiben in ihren Höhlen  9  Aus dem Süden kommt der Sturm; / der Nordwind bringt Kälte  10  Durch Gottes Atem entsteht das Eis, / und die weite Fläche des Wassers erstarrt  11  Er belädt die Wolken mit Wasser / und schickt sie mit Blitzen umher  12  Sie zucken hin und her, / wie er sie lenkt, / dass sie alles tun, was er befiehlt / auf dem ganzen Erdenrund  13  Als Zuchtrute für seine Erde / oder zur Gnade lässt er sie kommen  14  Hör dir das an, Hiob! / Steh auf und betrachte Gottes Wunder!  15  Weißt du, wie Gott ihnen Befehl erteilt / und das Licht seiner Wolken aufblitzen lässt?  16  Verstehst du das Schweben der Wolken, / die Wunder dessen, der alles weiß?  17  Du, dem die Kleidung zu warm wird, / wenn die Erde unter dem Südwind liegt  18  Kannst du gleich ihm den Lufthimmel wölben [18] , / fest wie einen Spiegel aus Metall?  19  Lass uns wissen: Was sollen wir ihm sagen? / Wir tappen doch im Dunkeln und wissen nichts  20  Muss man ihm sagen, dass ich rede? / Muss man erst sprechen, dass es mitgeteilt wird?  21  Jetzt sieht man das Licht nicht, / das hinter den Wolken glänzt; / doch dann kommt ein Wind auf und fegt sie weg  22  Aus dem Norden dringt ein goldener Schein; / Gott umgibt eine erschreckende Pracht  23  Den Allmächtigen begreifen wir nicht. / Er ist erhaben an Kraft und Gerechtigkeit; / das Recht beugt er nicht  24  Darum fürchten ihn die Menschen. / Ob einer sich für weise hält, beachtet er nicht."


[7]: versiegelt. Gott sorgt dafür, dass der Mensch seine Hand nicht rühren kann. Der Mensch ist angesichts der Naturgewalten, die etwas von Gottes Allmacht aufblitzen lassen, hilflos.
[18]: wölben. Hebräisch: raka. Das ist verwandt mit rakia, Wölbung, von 1. Mose 1,6.

Matthäus 5

Schwur und Vergeltung

 33  "Ihr wisst auch, dass zu den Vorfahren gesagt worden ist: 'Du sollst keinen Meineid schwören; was du aber dem Herrn geschworen hast, musst du halten!' [33]  34  Ich aber sage euch: Schwört überhaupt nicht, weder beimHimmel, denn er ist Gottes Thron,  35  noch bei der Erde, denn sie ist seine Fußbank, noch bei Jerusalem, denn sie ist die Stadt des großen Königs  36  Nicht einmal mit deinem Kopf sollst du dich verbürgen, wenn du etwas schwörst, denn du kannst nicht ein einziges Haar weiß oder schwarz werden lassen  37  Euer Ja sei ein Ja und euer Nein ein Nein! Alles, was darüber hinausgeht, stammt vom Bösen  38  Ihr wisst, dass es heißt: 'Auge für Auge, Zahn für Zahn.' [38]  39  Ich aber sage euch: Verzichtet auf Gegenwehr, wenn euch jemand Böses antut! Mehr noch: Wenn dich jemand auf die rechte Wange schlägt, dann halte ihm auch die linke hin  40  Und wenn dich einer vor Gericht bringen will, um dir das Hemd wegzunehmen, dem lass auch den Mantel  41  Und wenn dich jemand zwingt, eine Meile [41] mitzugehen, mit dem geh zwei  42  Gib dem, der dich bittet, und weise den nicht ab, der etwas von dir borgen will.

Das zitierte Gesetz (2. Mose 21,22-27) beschränkt schon die Vergeltung und ermöglicht sogar Ersatzleistungen
 43  Ihr wisst, dass es heißt: 'Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.' [43]  44  Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen  45  So erweist ihr euch als Kinder eures Vaters im Himmel. Denn er lässt seine Sonne über Böse und Gute aufgehen und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte  46  Wenn ihr nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn habt ihr dafür wohl verdient? Denn das machen auch die Zöllner  47  Und wenn ihr nur zu euren Brüdern freundlich seid, was tut ihr damit Besonderes? Das tun auch die, die Gott nicht kennen  48  Deshalb sollt ihr vollkommen sein, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist."


[33]: Nach 3. Mose 19,12 und 4. Mose 30,3.
[41]: eine Meile. Römische Soldaten konnten einen Juden jederzeit zu einer wegkundigen Begleitung oder zum Lastentragen zwingen, allerdings nur für eine Meile = 1478,5 Meter.
[43]: Nach 3. Mose 19,18 und 5. Mose 23,6-7.










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