Die Losungen


   Thursday, 23. July 2026  

Psalm 88, 9-10

Meine Freunde hast du von mir entfernt, / sie wenden sich mit Abscheu von mir ab. / Ich bin gefangen und kann nicht heraus 10  Vor lauter Elend werden meine Augen blind.

Jeden Tag rufe ich zu dir, Jahwe, / und strecke meine Hände nach dir aus

Apostelgeschichte 3, 2

Da wurde gerade ein Mann herbeigetragen, der von Geburt an gelähmt war. Man setzte ihn täglich an die sogenannte Schöne Pforte [2] , damit er von den Leuten, die in den Tempel gingen, Almosen erbitten konnte




Psalm 88

Am Rand des Todes

 1  Ein Psalmlied der Nachkommen Korachs. Dem Chorleiter. Zu singen auf schwermütige Weise. Ein Lehrgedicht von Heman, dem Esrachiter  2  Jahwe, Gott meines Heils, / Tag und Nacht schrei ich zu dir!  3  Lass mein Gebet zu dir kommen! / Schenk meinem Rufen ein offenes Ohr!  4  Mit Leid bin ich gesättigt, / mein Leben ist nahe am Tod  5  Ich werde schon zu den Toten gezählt. / Ich bin wie ein Mann ohne Kraft  6  Ich bin wie einer, der schon im Massengrab liegt, / ein Erschlagener, an den du nicht mehr denkst. / Deine Hilfe erreicht ihn nicht mehr  7  Du hast mich in die tiefste Grube gelegt, / in die finstersten Tiefen  8  Schwer liegt dein Zorn auf mir, / mit Wellen und Wogen drückst du mich nieder. //  9  Meine Freunde hast du von mir entfernt, / sie wenden sich mit Abscheu von mir ab. / Ich bin gefangen und kann nicht heraus  10  Vor lauter Elend werden meine Augen blind.

Jeden Tag rufe ich zu dir, Jahwe, / und strecke meine Hände nach dir aus
 11  Wirst du an den Toten Wunder tun? / Sollen die Gestorbenen dich loben? //  12  Wird man im Grab von deiner Gnade erzählen, / im Abgrund von deiner Treue?  13  Werden in der Finsternis deine Wunder bekannt / und deine Gerechtigkeit im Land des Vergessens?  14  Ich aber, Jahwe, ich schreie zu dir. / Jeden Morgen erreicht dich mein Gebet  15  Warum, Jahwe, verabscheust du mich, / verbirgst du dein Gesicht vor mir?  16  Todkrank und elend von Jugend an / ertrage ich starr deine Schrecken  17  Wie ein Feuer rast dein Zorn über mich hin, / deine Schrecken vernichten mich  18  Wie tödliche Fluten dringen sie auf mich ein, / von allen Seiten bin ich bedroht  19  Freunde und Nachbarn hast du mir entfremdet, / mein einziger Begleiter ist die Finsternis.

Apostelgeschichte 3

Die Folgen einer Heilung

 1  Eines Nachmittags, in der Stunde des öffentlichen Gebets, [1] stiegen Petrus und Johannes zum Tempel hinauf  2  Da wurde gerade ein Mann herbeigetragen, der von Geburt an gelähmt war. Man setzte ihn täglich an die sogenannte Schöne Pforte [2] , damit er von den Leuten, die in den Tempel gingen, Almosen erbitten konnte  3  Als er Petrus und Johannes ins Tempeltor eintreten sah, bat er sie gleich um eine Gabe  4  Die beiden blickten ihn scharf an, und Petrus sagte: "Sieh uns an!"  5  Der tat es in der Erwartung, etwas von ihnen zu bekommen  6  Doch Petrus sagte: "Silber und Gold habe ich nicht. Aber was ich habe, werde ich dir geben: Im Namen von Jesus aus Nazaret, dem Messias: Steh auf und geh!"  7  Dabei fasste er seine rechte Hand und half ihm auf. Sofort wurden die Füße und Gelenke des Mannes kräftig  8  Er sprang auf und konnte tatsächlich stehen und gehen. Mit Petrus und Johannes ging er in den Tempelhof, lief herum, sprang in die Luft und lobte Gott  9  Die ganze Menschenmenge dort sah ihn herumlaufen und Gott loben  10  Als die Leute in ihm den Bettler erkannten, der sonst immer an der Schönen Pforte gesessen hatte, waren sie fassungslos vor Staunen und wunderten sich über das, was mit ihm geschehen war  11  Der Geheilte wich Petrus und Johannes nicht mehr von der Seite, und das ganze Volk strömte aufgregt zu ihnen hin in die sogenannte Säulenhalle Salomos  12  Als Petrus die vielen Menschen sah, sprach er zu ihnen: "Ihr Männer Israels, warum seid ihr so überrascht? Was seht ihr uns so erstaunt an? Denkt ihr vielleicht, wir hätten es mit unserer Kraft oder unserer Frömmigkeit zustande gebracht, dass er jetzt gehen kann?

[1]: Vermutlich war diese mit dem Abendopfer am späten Nachmittag (2. Mose 29,38-42) verbunden. Lukas nennt die neunte Stunde.
[2]: Schöne Pforte. Das war der volkstümliche Name für eines der vielen Tempeltore, das aber heute nicht mehr genau identifiziert werden kann.










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