Die Losungen


   Friday, 14. August 2020  

Psalm 73, 25

25  Wen hab ich im Himmel außer dir? / Und neben dir wünsch ich mir nichts auf der Erde

Johannes 6, 67-69

67  Da fragte Jesus die Zwölf: "Und ihr, wollt ihr mich etwa auch verlassen?" 68  "Herr, zu wem sollen wir denn gehen?", antwortete Simon Petrus. "Du hast Worte, die zum ewigen Leben führen 69  Wir glauben und wissen, dass du der Heilige bist, der das Wesen Gottes in sich trägt."




Psalm 73

Das scheinbare Glück der Gottlosen

 1  Ein Psalmlied von Asaf.

Ich weiß es: Gott ist gut zu Israel, / zu denen mit reinem Gewissen
 2  Und ich, fast wäre ich gestolpert, / um ein Haar wäre ich gestürzt  3  Als ich sah, wie gut es den Gottlosen ging, / wurde ich selbst auf die Maulhelden neidisch  4  Sie leiden keine Qualen, / sie sind gesund und wohlgenährt  5  Sie sind frei von den Lasten gewöhnlicher Menschen / und werden nicht mit den anderen geplagt  6  Darum tragen sie ihren Stolz wie eine Kette am Hals, / Gewalt umhüllt sie wie ein Gewand  7  Aus dem Fett glotzt ihr Auge hervor, / Einbildungen überfluten ihr Herz  8  Höhnisch und boshaft reden sie, / setzen zynisch Menschen unter Druck  9  Sie reißen ihr Maul bis zum Himmel hin auf, / ihre Zunge verschont nichts auf der Erde  10  Darum läuft selbst Gottes Volk ihnen nach / und lauscht begierig auf ihr Geschwätz  11  "Gott merkt ja doch nichts", sagen sie. / "Wie will der Höchste das wissen?"  12  Ja, das sind die, die Gott verachten; / ungestört mehren sie ihre Macht  13  Ganz umsonst hielt ich mein Herz rein, / wusch in Unschuld meine Hände;  14  war ich doch geplagt den ganzen Tag / und bin jeden Morgen schon gestraft  15  Hätte ich gesagt: "Ich will ebenso reden!", / dann hätte ich deine Kinder verraten  16  Da dachte ich nach, um das zu begreifen. / Es war eine große Mühe für mich,  17  bis ich in Gottes Heiligtum ging / und dort ihr Ende bedachte  18  Ja, du stellst sie auf rutschigen Grund / und stürzt sie in ihr Verderben  19  Wie plötzlich waren sie vor Entsetzen erstarrt, / sie alle nahmen ein Ende mit Schrecken  20  Wie einen Traum nach dem Erwachen, / so verachtest du, Herr, / wenn du aufstehst, ihr Bild  21  Als mein Herz verbittert war / und ich stechenden Schmerz in den Nieren verspürte,  22  da war ich dumm und ohne Verstand, / wie ein Stück Vieh stand ich vor dir  23  Doch ich gehöre immer zu dir. / Du hältst mich an der rechten Hand  24  Mit deinem Rat leitest du mich /und nimmst mich am Ende in Ehren auf  25  Wen hab ich im Himmel außer dir? / Und neben dir wünsch ich mir nichts auf der Erde  26  Auch wenn ich Leib und Leben verliere, / bleibt Gott doch mein Fels und mein Anteil für immer  27  Ja, wer sich fern von dir hält, geht zugrunde. / Du bringst jeden zum Schweigen, der dir die Treue bricht  28  Doch mir tut Gottes Nähe gut. / Ich fand meine Zuflucht bei Jahwe, dem Herrn. / Nun will ich erzählen von all deinem Tun.

Johannes 6

Viele Jünger verlassen Jesus

 60  Darüber ärgerten sich selbst viele seiner Jünger: "Was er da sagt, geht zu weit! Das kann man ja nicht anhören!"  61  Jesus wusste gleich, dass seine Jünger sich über seine Worte beschwerten, und sagte zu ihnen: "Daran nehmt ihr Anstoß?  62  Was dann, wenn ihr seht, wie der Menschensohn in den Himmel zurückkehrt?  63  Der Geist macht lebendig, menschliches Bemühen nützt nichts. Aber die Worte, die ich euch gesagt habe, sind von diesem Geist und von Leben erfüllt  64  Allerdings gibt es einige unter euch, die glauben trotzdem nicht." Jesus wusste nämlich von Anfang an, wer die waren, die nicht glaubten, und wer ihn seinen Verfolgern ausliefern würde  65  Er schloss: "Deshalb habe ich zu euch gesagt: Niemand kann von sich aus zu mir kommen. Das kann nur mein Vater bewirken."  66  Von da an zogen sich viele seiner Jünger zurück und folgten ihm nicht mehr  67  Da fragte Jesus die Zwölf: "Und ihr, wollt ihr mich etwa auch verlassen?"  68  "Herr, zu wem sollen wir denn gehen?", antwortete Simon Petrus. "Du hast Worte, die zum ewigen Leben führen  69  Wir glauben und wissen, dass du der Heilige bist, der das Wesen Gottes in sich trägt."  70  Daraufhin sagte Jesus zu ihnen: "Euch Zwölf habe ich doch selber ausgewählt. Und einer von euch ist ein Teufel."  71  Damit meinte er Judas Ben-Simon, den Sikarier [71] . Denn Judas, einer der Zwölf, war es, der ihn später verriet.


[71]: Die Sikarier waren die militanteste Gruppe unter den Zeloten, Dolchmänner (von sika = Dolch), die römerfreundliche Juden umbrachten (siehe Apostelgeschichte 21,38).










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